Künstlerischer Lebenslauf

CLAUDIA GRUNDMANN, SOPRAN



Ausbildung

Die Schweizer Sopranistin Claudia Grundmann ist in Seengen AG aufgewachsen. Ihre ersten Gesangstunden erhielt sie bei Dona Erismann während ihrer Gymnasiumszeit. Nach der Matura studierte sie Gesang bei Barbara Keller-Wittelsberger, an der Opernschule des Konservatoriums Wiesbaden sowie bei Cató Brink. Ihre weitere stimmliche Entwicklung begleiten Monica Pick-Hieronimi und Hans-Josef Kasper.

Weitere Anregungen sammelte Claudia Grundmann durch die aktive Teilnahme an Meisterklassen und Unterricht bei Sena Jurinac, Horst Günter, Hildegund Lohmann-Becker, Vera Rozsa in Südfrankreich (Académie Musicale de Villecroze) und Italien, Elio Battaglia am Mozarteum in Salzburg, Inge Borkh an der "Münchner Singschul' " und Elisabeth Schwarzkopf bei der Schubertiade Schwarzenberg.

Während ihrer Studienzeit erhielt sie diverse Förderpreise und Stipendien, z.B. von der Ernst-Göhner-Stiftung (Migros Genossenschafts-Bund) Zürich (1996 + 1997) und von der Helga Leister-Stiftung Zürich. 1996 war sie Stipendiatin des Richard Wagner-Verbandes.




 

Engagements

Von 1997 bis 2000 war Claudia Grundmann Ensemblemitglied am Staatstheater Mainz und debütierte sehr erfolgreich als Adele in der "Fledermaus". Es folgten weitere Partien im leichteren lyrischen und Koloraturfach: Olympia ("Hoffmanns Erzählungen"), Ninetta ("La Finta Semplice" von Mozart), Sophie ("Der Rosenkavalier"), Susanna ("Figaros Hochzeit") und Marzelline ("Leonore 1806"). Bald kamen die ersten Partien im schwereren lyrischen Fach hinzu wie Blanche ("Gespräche der Karmelitinnen" von Poulenc) und Fiordiligi ("Così fan tutte").

Heute ist Claudia Grundmann freischaffend tätig und trat an verschiedenen Theatern und Festivals im deutschsprachigen Raum auf. Sie gastierte etwa am Hessischen Staatstheater Wiesbaden als Olympia, am Landestheater Linz als Sophie, beim Kissinger Sommer als Fiordiligi und am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin als Blanche. 2003 sang sie im Schloss Hallwyl anlässlich des Jubliäums "200 Jahre Kanton Aargau" mit grossem Erfolg die Konstanze in Mozarts "Entführung aus dem Serail". Bei den Opernfestspielen Bad Hersfeld war sie als Agathe in Webers "Freischütz" und bei den Wetzlarer Festspielen als Micaëla in "Carmen" zu hören.

Weitere Gastspiele führten sie in den vergangenen Spielzeiten u.a. an die Theater Trier und Koblenz als Konstanze sowie an die Komische Oper Berlin als Königin in Ernst Tochs "Prinzessin auf der Erbse". Ausserdem war sie an den Städtischen Bühnen Münster als Protagonista in Luciano Berios "Un re in ascolto" sowie als Blanche engagiert.

Häufig zu Gast war Claudia Grundmann bei den Schlossfestspielen Zwingenberg am Neckar. Hier verkörperte sie viele wichtige Partien ihres Fachs wie die "Freischütz"-Agathe, Mutter in "Hänsel und Gretel", Saffi im "Zigeunerbaron" und Gräfin Zedlau in "Wiener Blut" von Johann Strauss. Einen grossen Erfolg konnte sie 2008 in der Titelpartie von Bizets "Carmen" feiern, den sie 2009 als Cio-Cio-San in Puccinis "Madama Butterfly" und 2010 als Abigaille in Verdis "Nabucco" wiederholen konnte.

Mit dem breiten Spektrum ihres Opern- und Operettenrepertoires tritt sie zudem seit mehreren Jahren in Konzerten und Galaveranstaltungen des Johann-Strauss-Orchesters Wiesbaden auf.

Auch als Oratorien- und Liedsängerin ist Claudia Grundmann zu hören. Bei den Settimane Musicali di Ascona sang sie Händels "L'Allegro, il Penseroso ed il Moderato" und mit dem Bach-Chor und Bach-Orchester Wiesbaden Bachs "Matthäus-Passion" und mehrere Bach-Kantaten. Mehrmals konzertierte sie bei den Bad Hersfelder Festspielkonzerten, zum Beispiel mit Bachs Solo-Kantate "Jauchzet Gott in allen Landen", Mozarts "Exsultate jubilate" oder als Solo-Sopran im Deutschen Requiem von Brahms. Auch Werke wie Haydns "Schöpfung", Mozarts c-moll-Messe und Orffs "Carmina burana" gehören zu ihrem aufgeführten Repertoire.

Ihre Opern- und Konzert-Engagements führten zur Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Klaus Eisenmann, Diego Fasolis, Siegfried Köhler, George Pehlivanian, Rolf Reuter, Stefan Sanderling und Fabrizio Ventura und den Regisseuren Peter Brenner, Sebastian Baumgarten, Thomas Kiemle, Matthias Oldag, Ernö Weil und anderen.

Liederabende gibt Claudia Grundmann meist mit ihrem Pianisten Pius Urech, mit dem sie auch eine Lied-CD mit Werken von Mendelssohn, Schubert, Liszt und R. Strauss aufgenommen hat

Claudia Grundmann ist neben ihrer künstlerischen Tätigkeit als Gesangspädagogin an der Internationalen Opernakademie der L'Opera Piccola e.V. in Bad Schwalbach tätig.




 

Gespräche der Karmelitinnen (Blanche)

Künstlerischer Lebenslauf zum Herunterladen: pdf


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